Was ist „windelfrei“?

Viele Menschen haben schon von „Windelfrei“ gehört.
Die wenigsten können sich wirklich etwas darunter vorstellen.

Windelfrei nach BoW ist eine sanfte Methode, von Anfang an das Sauberkeitsbedürfnis unserer Babys wahrzunehmen und zu unterstützen.
Es ist ein Weg ohne Lob und Tadel sowie ohne Belohnungen oder Strafen.
Wir verstehen Windelfrei als einen kindzentrierten Weg, bei dem wir auf die Signale, die Rhythmen und die Bedürfnisse unserer Kinder achten und unser Tun daran orientieren
.

Wir empfehlen, Windelfrei in jedem Fall an die Bedürfnisse der gesamten Familie anzupassen.

Der einfachste Anfangszeitpunkt ist vor dem 4. Lebensmonat.

Danach können Familien ihrem Kind behutsam Windelfrei anbieten, wenn ein Entwicklungsschritt (z.B. Krabbeln oder Laufen lernen) abgeschlossen ist.

Sauberkeitstraining für Kinder älter als 24 Monate ist nicht mehr Windelfrei nach BoW.

 

„Windelfrei“ bedeutet für uns nicht, um jeden Preis in jeder Situation auf Windeln zu verzichten.
Es bedeutet auch nicht, das Baby wild in die Gegend pieschen zu lassen.

Windelfrei ist Kommunkation und Bindungswerkzeug.

„Windelfrei“ ist die moderne Alternative zu ausschließlicher Wegwerf- oder Stoffwindelnutzung.
Durch Beachten der Signale, die ein Baby aussendet, ist es oft schon sehr früh möglich, auf Windeln weitestgehend zu verzichten – sofern die Eltern dies wünschen.

Babysohnewindeln.de-Gründerin Nicola Schmidt hat für urbia zusammengefasst, was hinter dem Begriff „windelfrei“ steckt: Windelfrei: Was steckt dahinter?

Und hier erklärt sie die wichtigsten Abhaltepositionen: Abhaltepositionen

Ist das nicht total stressig?

Nein, windelfrei ist überhaupt nicht stressig. Es wird anstrengend, wenn Eltern versuchen, bei jeder Ausscheidung zur Stelle zu sein. Aber wer wollte das tun? Man hat ja noch ein Leben! Das Konzept kommt aus warmen Gegenden, in denen kleine Kinder viel nackt draußen sind. Da das in Deutschland meistens nicht geht, nutzen wir Stoffwindeln oder andere Möglichkeiten („Backups“), die verhindern, dass die Kinder nass werden, wenn wir gerade nicht abhalten. Und wir halten ab zu den Zeiten, zu denen wir es sicher wissen. So einfach! Der Effekt bleibt: Die Kinder behalten ihr Körpergefühl und können uns früh mitteilen, wenn sie müssen. Wir helfen ihnen bis sie es alleine hinkriegen – und das ist bei Windelfrei-Kindern trotz Windeln oder Backups viel früher der Fall als bei Vollzeit-Wickelkindern unserer Tage.

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