Warum windelfrei?

Da das Tragen von Windeln das Normale ist, haben wir in der westlichen Welt gründlich vergessen, dass “windelfrei” eigentlich das Natürliche ist.
Insofern wäre es eigentlich richtiger von den Nachteilen der Windelnutzung zu sprechen als von den Vorteilen von Windelfrei. Der Einfachheit halber tun wir das trotzdem.

Also…

… warum Windelfrei?

Babysohnewindeln.de-Gründerin Julia Dibbern hat in Geborgene Babys beschrieben, warum Eltern sich dafür entscheiden, ihr Baby ohne (volle) Windeln aufwachsen zu lassen. Wir haben die Liste für diese Website gekürzt und angepasst.

Einige der Gründe erschließen sich einem erst in ihrem ganzen Ausmaß, wenn man sie selbst erlebt. Also, probiert es aus! Es lohnt sich. :-)

Bindungs- und Kommunikationsförderung

Das Baby erfährt, dass das, was es empfindet, wahrgenommen und reflektiert wird, dass es eine Antwort auf das bekommt, was es aussendet – und zwar in allen Bereichen. Sehr viele Eltern berichten, dass sie Windelfrei als große Bereicherung empfinden: Schon winzig kleine Babys zeigen eine Zunahme an Selbstsicherheit und Kommunikationsfreude in dem Moment, in dem auf ihre Signale eingegangen wird.

Beziehungsmesser

Das Leben ohne Windeln ist, besonders bei Babys, die noch nicht mobil sind, ein hervorragender Indikator, ob Mutter/Vater/Betreuer und Kind gut aufeinander eingestellt sind und ob es beiden gut geht.

Positives Körpergefühl

Kein Erwachsener würde freiwillig in seinen Exkrementen sitzen. Bei alten Menschen, die nicht mehr für sich selbst sorgen können, reagiert (Gott sei Dank!) jeder empört, wenn sich um ihre Hygiene niemand kümmert.
Unseren Babys aber wird genau dasselbe tagtäglich millionenfach zugemutet.
Viele Tiere bringen ihren Jungen bei ihre Exkremente an einem entfernten Platz abzulegen.
Nur wir Menschen meinen, dass es unsere Kinder nicht stört, wenn sie im „Dreck“ sitzen müssen und trainieren ihnen an, den Widerstand dagegen aufzugeben.
Windelnutzung ist antrainiert.

Gesundheit

Positive gesundheitliche Auswirkungen von Windelfrei:

  • wesentlich weniger Windelausschlag
  • Wundsein nur in seltenen Ausnahmefällen
  • weniger Koliken
  • regelmäßiger Stuhlgang.

Auch beobachtet wurden:

  • Abheilung starker Nabelbrüche
  • einfaches Feststellen von Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Früheres Sauberwerden

Durchschnittlich (!) sind windelfreie Babys früher sauber, in der Regel spätestens um den 2. Geburtstag herum. Natürlich gibt es hier immer individuelle Abweichungen nach oben und unten.
Das jüngste “westliche” Baby, von dem wir wissen, war mit 10 Monaten tags und nachts zuverlässig trocken und sauber (siehe auch Boucke: TopfFit!).

Umweltschutz

Im Jahr 1996 ging die Verbraucherzentrale Berlin ging im Jahr von 6000 Windeln pro Kind bis zum Erreichen des Sauberwerdens aus. 6000 Windeln, von denen jede einzelne 400 bis 500 Jahre braucht um zu verrotten. Die wir unseren Kindern vererben. Die durch Plastik und Bakterien die Umwelt belasten.

Selbst bei Teilzeit-Windelfrei oder der ausschließlich nächtlichen
Nutzung von Wegwerfwindeln kann schon eine Menge Müll eingespart werden.

Flexibilität

Hat man erst einmal den – zugegeben herausfordernden – gedanklichen Sprung dahingehend geschafft, dass die Windelfreiheit selbstverständlich geworden ist, wird man im Alltag ohne Abhängigkeit von Windeln tatsächlich freier und unabhängiger. Kein Windelgeschleppe in den Ferien, bei Ausflügen keine Windeltasche samt ihrem gesamten industriellen Inhalt, keine Suche nach dem Wickelraum.

Geldersparnis

Ausgehend von 5475 Windeln, verbraucht eine Familie pro Kind ca. 800 bis 1000 Euro für Windeln. Gehen wir von 10000 Windeln aus, werden es sogar um 1500 Euro. Dafür kann man ziemlich viele Töpfchen, Trainingshöschen und Leggings kaufen. Oder neue Pullover für Mama. Oder es einem guten Zweck spenden.
Nicht mit eingerechnet sind dabei der unnötige Wickeltisch, die entfallenden Feuchttücher, Puder, Wundcremes, Wickeltasche usw.
Bist du neugierig geworden?
Schau auf unserer Karte oder in der Beraterliste nach, wo in deiner Nähe ein Babysohnewindeln.de Windelfrei-Coach ist und lass dir persönlich noch mehr erzählen.

Siehe auch: Unsere Idee vom Eltern-Energie-Erhaltungssatz (Video)